Die in Dessau ohnehin schon gefährliche Situation für Menschen mit „Migrationshintergrund“, soziale Randgruppen, alternative Jugendliche oder politisch aktive Antirassist_Innen und Antifaschist_Innen hat sich durch die rassistische Eintracht aus Bürger_Innen, Nazis, der Stadt und der Polizei noch einmal deutlich verschärft.
Einige Ereignisse der letzten 12 Jahre allerdings sorgten auch bundesweit dafür, dass sich die Stadt an Mulde und Elbe ihr bejammertes Image redlich verdient hat. Neonazigewalt bis hin zum Mord an Alberto Adriano im Juni 2000, seither fast jährlich Aufmärsche, Polizeiskandale (Stichwort Staatsschutz-Skandal), rassistische Polizeikontrollen und natürlich der immer noch ungeklärte Tod von Oury Jalloh in Zelle 5 des Polizeireviers am 7. Januar 2005.
mehr zur Initiative „Dessauer Verhältnisse – Den rassistischen Konsens brechen“
Aller Voraussicht nach wird am kommenden Dienstag (14.02.) erneut eine Sammelabschiebung am Düsseldorfer Flughafen stattfinden. Nach Angaben von Flüchtlingsinitiativen sollen allein aus Nordrhein-Westfalen bis zu 80 Menschen zwangsweise nach Serbien verbracht werden. Verschiedene Gruppen rufen daher zu Protesten auf. Treffpunkt ist ab 8.00 Uhr an Gate F des
Düsseldorfer Flughafens. Um 10.00 Uhr findet in der Abflughalle (Terminal B) eine Demonstration statt. (mehr…)
Die Antifaschistische Recherchegruppe unterstützt die Demonstration der Flüchtlinge aus der Talstraße am 17. März 2012 mit einem eigenen Aufruf, der die Forderungen aus denen des Bündnisses „Wohnungen für alle“ ergänzen soll.
Das Kreuzfahrtschiffunglück vor der italienischen Küste war eines der dominierenden Themen fast aller Medien der letzten Zeit. Dabei stand immer die Solidarität mit den Opfern und die Betroffenheit mit den Geschehnissen im Vordergrund. Keine Frage, was passiert ist, ist traurig. Was bleibt ist die Tatsache dass es jeden Tag irgendwo vor der europäischen Küste zu Unglücken kommt. (mehr…)
Im Anschluss an die „Kein Vergeben, kein Vergessen“-Demonstration am 4.2. in Velbert kam es, wie bereits berichtet, zu einem willkürlichen Überfall rassistischer Polizisten auf einen schwarzen Demonstrationsteilnehmer. Der Angegriffene wurde ins Krankenhaus eingeliefert und dort mit Verdacht auf Augenhöhlenbruch behandelt. Der erwähnte Artikel und die Art seiner Bebilderung entstand in Absprache mit dem Betroffenen.
Wir stehen mit dem Opfer und seinen Anwälten in Kontakt und wollen euch nochmals auffordern uns Gedächnisprotokolle sowie weiteres Foto- und Videomaterial zu schicken, so dass dieses ausgewertet und an die Anwälte weitergeleitet werden kann. Nutzt dazu bitte die Kontaktmöglichkeiten in unserem Blog.
„Im Gedenken aller Opfer rechter Gewalt, sozialer Ausgrenzung und rassistischer Asylpolitik“ – unter diesem Motto versammelten sich am 4. Februar 2012 ca. 100 Menschen in Velbert zu einer Gedenkdemonstration. Den Auftakt machte die Antifa aus Wülfrath mit ihrem Redebeitrag über soziale Ausgrenzung. Der Redebeitrag thematisierte die Zusammenhänge zwischen über zweihundert Kältetoten, die mediale Aufbereitung reißerischer Schicksalsgeschichten und der heutigen Demonstration. Soziale Ausgrenzung habe viele Gesichter und rassistischer und ausgrenzender Klischees und Vorurteile offensiv entgegenzutreten liege in der Verantwortung eines jeden und einer jeden Einzelnen, so die Antifa-Gruppe. (mehr…)
Nachdem der Anmelder der Demonstration das Kooperationsgespräch mit der Polizei Velbert/Mettmann und dem Staatsschutz aus Düsseldorf geführt hat, bat er uns nunmehr darum, die Auflagen sowie die Route der Demonstration bekannt zu geben.
Wie von uns vorgeschlagen und geplant hat die Polizei sich mit dem Anmelder auf folgende Route einigen können. Die Demonstration „Im Gedenken an alle Opfer rechter Gewalt“ beginnt am kommenden Samstag, 4. Februar 2012 um 14:00 Uhr an der Rheinlandstraße (Bushaltestelle Willy-Brandt-Platz) und führt die Friedrich- Ebert-Straße entlang zur ersten Kundgebung vor der Velberter Polizeiwache. (mehr…)
Der 27. Januar ist alljährlich Holocaust-Gedenktag. Zu diesem Anlass haben wir sämtliche Inhalte unseres Blogs gelöscht gehabt. Dieser Tag gehörte der Trauer und dem Gedenken.
Kein Opfer wird vergessen – keinem Täter wird vergeben
„Demos wie heute in Remscheid sind wichtig, um das auszusprechen, was meistens leider unausgesprochen bleibt:
Es ist ein Schweinesystem in welchem wir leben. Ein System in dem wir Angst um die Menschen haben müssen, denen wir uns freundschaftlich verbunden fühlen. Weil ihnen die Abschiebung droht, weil sie rassistischer Repression unterliegen und weil sie selten weiter als bis morgen planen können. (mehr…)
Mittwoch, 18. Januar, ab 20:00 Uhr – Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstraße 108, 40225 Düsseldorf
Eine Veranstaltung im Rahmen des Infocafés Düsseldorf.
Neben dem Vortrag zur „Kein Vergeben, Kein Vergessen“-Demo in Velbert gibt’s auch noch Infos zur Antifa-Demo in Aachen, welche am Abend des 4. Februar 2012 stattfindet.
14. Januar 2007 in Remscheid: Mohammad Sillah, ein junger Flüchtling aus Guinea, starb im Alter von 23 Jahren weil ihm die medizinische Versorgung versagt wurde. An seinem 5. Todestag fand, wie in den Jahren zuvor auch, eine Demonstration statt, um Mohammad Sillah zu gedenken und die Öffentlichkeit über das rassistisch repressive deutsche Asylsystem zu informieren.
Was ist geschehen? (mehr…)