Archiv für Dezember 2011

Rassistische Äußerungen der Stadtverwaltung im Fernsehen

Anlässlich der am Donnerstag, 15.12.2011 stattgefundenen Demonstration Velberter Flüchtlinge und der damit einhergehenden Berichterstattung im WDR und auf Sat.1 möchten wir unseren Unmut äußern.

Mit Erschrecken haben wir die rassistischen Äußerungen der Stadt Velbert zum Thema Flüchtlingsheim Talstraße zur Kenntnis genommen, welche wir heute in einem offenen Brief an die gewählten politischen Vertreter der Stadt kommentieren wollen. Auch Presse- und Öffentlichkeitsvertreter haben wir den Brief zukommen lassen, den wir hier zitieren:


Sehr geehrte Damen und Herren,
im Bericht in der Sat.1 Nachrichtensendung „17.30″, welcher im Internet zu finden ist, versuchte sich Andres Wendenburg, Leiter des Baudezernates der Stadt Velbert, an einer Erklärung, welche in unseren Augen beleidigend, menschenverachtend und zutiefst rassistisch ist.
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Erlebnisbericht über die Demonstration in Velbert am 15.12.11

Bei linksunten.indymedia wurde heute folgender Artikel veröffentlicht, den wir hier ungekürzt zitieren:

Die Flüchtlinge der Talstr. und andere antirassistische Gruppen haben zur Demonstration in Velbert aufgerufen (http://thecaravan.org/node/3105). (mehr…)

Zum Int. Tag der Menschenrechte und dem Umgang der Stadt Velbert mit ihren Flüchtlingen und Wohnungslosen

Neben der „Das Flüchtlingsheim muss weg“-Demo am kommenden Donnerstag wird es eine weitere Veranstaltung in der Velberter Innenstadt, am nächsten Samstag, den 17.12.2011 ab 10 Uhr am Platz am Offers/Alte Kirche geben, zu der wir hiermit aufrufen.

In der Velberter Fußgängerzone war bereits für heute, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, eine Veranstaltung geplant, in der über die menschenunwürdige Wohnsituation in den Asylunterkünften an der Talstraße informiert werden sollte. Bestandteil dieser Veranstaltung sollte unter anderem ein beispielhaft nachgebautes Zimmer der Unterkünfte in Originalgröße sein. Die Flüchtlingsorganisation Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen wollte mit dieser Aktion auf die menschenunwürdigen Bedingungen von Asylbewerbern hier in Velbert aufmerksam machen – kurz vorher wurde diese Aktion jedoch von der Stadtverwaltung Velbert untersagt, da flächenmäßig kein Platz in der Stadt für eine Aktion dieser Art wäre. Nun wandert die Veranstaltung auch noch auf Druck der Stadt an den nicht sehr zentral gelegenen Offersplatz – fadenscheinige Argumente der Stadtverwaltung: „In der Vergangenheit hätten die Sparkasse Velbert und das Bekleidungsgeschäft S. Oliver sich über Info-Stände aller Art beschwert“. Neben der nicht hinnehmbaren Einschränkung demokratischer Grundrechte steckt hinter diesem Verbot noch eine Menge mehr. Die Stadt Velbert möchte verhindern, dass die Zivilgesellschaft erfährt, wie es hinter den brüchigen Hauswänden der Talstraße aussieht.

Doch was ist überhaupt mit der Talstraße? (mehr…)

Das Flüchtlingsheim muss weg! – Demonstration am 15.12.2011

Am kommenden Donnerstag, den 15.12.2011, demonstrieren Flüchtlingsaktivisten und -aktivistinnen gegen die skandalösen Zustände im Velberter Flüchtlingeim Talstraße 24 und für die Unterbringung in eigenen Wohnungen. Seit Jahren klagen die Bewohner und Bewohnerinnen des Heims über bedrohliche Baumängel, unhaltbare sanitäre Anlagen und über die psychische Belastung durch die Sammelunterbringung – so muss eine einzige verschimmelte Dusche im Keller beispielsweise für über zwanzig Männer, Frauen und Kinder reichen, es gibt keinerlei Intimsphäre und keine Rückzugsmöglichkeiten. Notorisch weigert sich die Stadt Velbert jedoch, die Menschen in eigenen Wohnungen unterzubringen, obwohl dies nicht nur menschlicher, sondern für die öffentliche Hand vielfach sogar billiger wäre.

Am Donnerstag, den 15.12. wird im Rahmen dieser Demo ein offener Brief mit unmittelbaren Forderungen der Bewohner und Bewohnerinnen des Heimes Talstraße 24 an die Stadt Velbert überreicht. Die Demonstration führt deshalb vom Flüchtlingsheim durch die Velberter Innenstadt zum Sozialamt, wo Brief und Unterschriften übergeben werden.

Treffpunkt ist Donnerstag, 15.12. um 15:00 Uhr am Flüchtlingsheim Talstraße 24 in Velbert.

Es tut sich was – und trotzdem tut keiner was

Reaktionen auf unsere Veröffentlichung zum rechtsextremen Musikschulbesitzer Reinhard Linke

Lassen wir den erneuten Beweis von Bürgermeister Stefan Freitag mal außer acht dass er auf dem rechten Auge mehr als blind ist war Kerstin Griese, für die SPD im Bundestag, zu Anfang die Einzige, die auf unsere Veröffentlichung reagierte. Über beide haben wir berichtet und brauchen an dieser Stelle nicht weiter drauf eingehen.

Zwischenzeitlich hat dann auch die Partei Die Linke mit einer eigenen Pressemitteilung auf unsere Veröffentlichung reagiert. Auch darauf ist unsererseits bereits hingewiesen worden. Wir freuen uns darüber dass die Linke das Thema aufgreift, es sogar als so wichtig erachtet um es auf der Internetpräsenz des Landesverbandes zu thematisieren. Gleichzeitig möchten wir mit der Freude, die wir darüber hier zum Ausdruck bringen, auch die Forderung verbinden den Worten Taten folgen zu lassen: Das Thema muss auf die offizielle lokalpolitische Agenda. Eine Pressemitteilung alleine wird das Problem nicht lösen. (mehr…)

Rechtsradikaler Musikschullehrer unterrichtet Kinder in Velbert

Mit Werbeanzeigen in neonazistischen Zeitschriften macht ein Velberter Musikschulbesitzer auf sich aufmerksam. Mit dieser Anzeige warb die Musikschule Linke aus Velbert im NPD-Hetzblatt \"Deutsche Stimme\"Seit den Verhaftungen von Mitgliedern der neonazistischen Zwickauer Terror-Zelle wird die Thematik der Gefahren des Rechtsterrorismus erstmalig in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert. Schnell sind von diversen Politikern, Journalisten und anderen Menschen des öffentlichen Lebens die gestern noch schwiegen gut klingende allgemeingültige Phrasen zu vernehmen. Wir möchten dieses Feld des Unkonkreten verlassen und im Folgenden auf ganz konkrete lokale Problematiken eingehen. (mehr…)