Archiv für Februar 2012

Soli-Aktionen in Velbert zur antirassistischen Demonstration in Dessau

In der vergangenen Nacht haben wir in Velbert hunderte pink-blaue Aufkleber verklebt. An etlichen Straßenschildern, Ampeln und Laternen kleben nun die Motive mit der Aufschrift „Break the Silence: Oury Jalloh, das war Mord“. Außerdem hängten wir in der selben Nacht mehrere Transparente an Fußgänger-, Radweg- und Autobahnbrücken mit ähnlichen Sprüchen auf. Damit äußern wir unsere Wut über die aktuellsten Entwicklungen im Oury Jalloh-Prozess. (mehr…)

25.2. – Den rassistischen Konsens brechen – in Dessau, Plauen, Velbert und überall

Die in Dessau ohnehin schon gefährliche Situation für Menschen mit „Migrationshintergrund“, soziale Randgruppen, alternative Jugendliche oder politisch aktive Antirassist_Innen und Antifaschist_Innen hat sich durch die rassistische Eintracht aus Bürger_Innen, Nazis, der Stadt und der Polizei noch einmal deutlich verschärft.

Einige Ereignisse der letzten 12 Jahre allerdings sorgten auch bundesweit dafür, dass sich die Stadt an Mulde und Elbe ihr bejammertes Image redlich verdient hat. Neonazigewalt bis hin zum Mord an Alberto Adriano im Juni 2000, seither fast jährlich Aufmärsche, Polizeiskandale (Stichwort Staatsschutz-Skandal), rassistische Polizeikontrollen und natürlich der immer noch ungeklärte Tod von Oury Jalloh in Zelle 5 des Polizeireviers am 7. Januar 2005.
mehr zur Initiative „Dessauer Verhältnisse – Den rassistischen Konsens brechen“

Sammelabschiebung am kommenden Dienstag!

Aller Voraussicht nach wird am kommenden Dienstag (14.02.) erneut eine Sammelabschiebung am Düsseldorfer Flughafen stattfinden. Nach Angaben von Flüchtlingsinitiativen sollen allein aus Nordrhein-Westfalen bis zu 80 Menschen zwangsweise nach Serbien verbracht werden. Verschiedene Gruppen rufen daher zu Protesten auf. Treffpunkt ist ab 8.00 Uhr an Gate F des
Düsseldorfer Flughafens. Um 10.00 Uhr findet in der Abflughalle (Terminal B) eine Demonstration statt. (mehr…)

17.3.2012 – Demonstration für die Schließung der Flüchtlingsheime in Velbert

Die Antifaschistische Recherchegruppe unterstützt die Demonstration der Flüchtlinge aus der Talstraße am 17. März 2012 mit einem eigenen Aufruf, der die Forderungen aus denen des Bündnisses „Wohnungen für alle“ ergänzen soll.

Das Kreuzfahrtschiffunglück vor der italienischen Küste war eines der dominierenden Themen fast aller Medien der letzten Zeit. Dabei stand immer die Solidarität mit den Opfern und die Betroffenheit mit den Geschehnissen im Vordergrund. Keine Frage, was passiert ist, ist traurig. Was bleibt ist die Tatsache dass es jeden Tag irgendwo vor der europäischen Küste zu Unglücken kommt. (mehr…)

Polizeieskalation nach Demo – Aussagen gesucht

Im Anschluss an die „Kein Vergeben, kein Vergessen“-Demonstration am 4.2. in Velbert kam es, wie bereits berichtet, zu einem willkürlichen Überfall rassistischer Polizisten auf einen schwarzen Demonstrationsteilnehmer. Der Angegriffene wurde ins Krankenhaus eingeliefert und dort mit Verdacht auf Augenhöhlenbruch behandelt. Der erwähnte Artikel und die Art seiner Bebilderung entstand in Absprache mit dem Betroffenen.

Wir stehen mit dem Opfer und seinen Anwälten in Kontakt und wollen euch nochmals auffordern uns Gedächnisprotokolle sowie weiteres Foto- und Videomaterial zu schicken, so dass dieses ausgewertet und an die Anwälte weitergeleitet werden kann. Nutzt dazu bitte die Kontaktmöglichkeiten in unserem Blog.

Rassistische Polizeigewalt nach Gedenkdemo in Velbert

So sieht rassistische Polizeigewalt aus – die Polizei bei der Ausführung ihrer „Arbeit“ „Im Gedenken aller Opfer rechter Gewalt, sozialer Ausgrenzung und rassistischer Asylpolitik“ – unter diesem Motto versammelten sich am 4. Februar 2012 ca. 100 Menschen in Velbert zu einer Gedenkdemonstration. Den Auftakt machte die Antifa aus Wülfrath mit ihrem Redebeitrag über soziale Ausgrenzung. Der Redebeitrag thematisierte die Zusammenhänge zwischen über zweihundert Kältetoten, die mediale Aufbereitung reißerischer Schicksalsgeschichten und der heutigen Demonstration. Soziale Ausgrenzung habe viele Gesichter und rassistischer und ausgrenzender Klischees und Vorurteile offensiv entgegenzutreten liege in der Verantwortung eines jeden und einer jeden Einzelnen, so die Antifa-Gruppe. (mehr…)