Landtagswahl 2012 – Velberter Stimmen für die extreme Rechte

17 Parteien traten bei der vorgezogenen Landtagswahl am vergangenen Sonntag in Nordrhein-Westfalen an. Die bereits im Landtag vertretenen Großparteien sollen uns aber nicht interessieren. Ebensowenig die Piraten. Aber auch viele Kleinparteien, die „Partei der Vernunft“ oder die christlich-fundamentalistische AUF (Partei für Arbeit, Umwelt und Familie) als zwei obskure Vertreter, sollen uns nicht interessieren, da wir diese aufgrund ihrer Unbedeutsamkeit außer Acht lassen wollen.

Stimmentechnisch waren zum Glück auch die NPD unbedeutend – selbst die Tierschutzpartei hat sowohl in Velbert als auch landesweit mehr Stimmen geholt – und ProNRW. Trotzdem wollen wir einen Blick auf diese beiden extrem rechten Parteien werfen und schauen, wie diese in Velbert abgeschnitten haben. Dazu haben wir die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen innerhalb der Stadt aufbereitet. Keine der Parteien trat mit einem Direktkandidaten an, weswegen wir uns auf die Zweitstimmen (die für die Parteien) beschränken.

Insgesamt beteiligten sich 36.151 WählerInnen aus Velbert bei der Wahl. Dies entspricht bei 61.461 Wahlberechtigten einer Wahlbeteiligung von 58,8% innerhalb der Stadt Velbert. Von diesen wählten:

in ganz Velbert:
754 Stimmen für ProNRW – entspricht 2,1%
220 Stimmen für  NPD – entspricht 0,6%

in Velbert-Mitte:
411 Stimmen für ProNRW - entspricht 2,2%
131 Stimmen für NPD - entspricht 0,7%

in Velbert-Neviges:
186 Stimmen für ProNRW - entspricht 2,1%
49 Stimmen für NPD - entspricht 0,6%

in Velbert-Langenberg:
157 Stimmen für ProNRW - entspricht 2,0 %
40 Stimmen für NPD - entspricht 0,5%

Das Ergebnis der NPD bezogen auf die ganze Stadt Velbert entspricht ungefähr dem Wahltrend, ProNRW hingegen liegt im Endergebnis mit ca. 0,6% Prozentpunkten über dem Landesdurchschnitt – und das wohlgemerkt, ohne dass es diese Partei in Velbert überhaupt gibt. Die NPD hingegen, die mit ihrem neonazistischen Kreisverband Mettmann / Düsseldorf auch die Stadt Velbert vertritt und personell u.a. in Velbert verankert ist, trat im Gegensatz zu ProNRW weder nennenswert mit Werbung in Erscheinung noch konnte sie dieser Wahl finanziell etwas positives abgewinnen. Die sowieso schon finanziell strapazierte Partei geht mit einem Desaster aus dem Wahlkampf und der Abstimmung. Die wenige Plakatwerbung beider Parteien hang auch jeweils nur wenige Tage.

Viel ausführlicher über die Ergebnisse der beiden Parteien berichtet der Blog NRWRex:
http://nrwrex.wordpress.com/2012/05/14/nrw-pro-stagniert-npd-erlebt-debakel/